Coronareise (2020) - Tag 17+18 (N:Flekkefjord)

God kveld fra Norge!

Eigentlich wollten wir diesen Sommer für viereinhalb Wochen nach Nordschweden. Weil Schweden zu lange aber deutlich mehr als 50 Neuinfizierte je 100.000 Neueinwohner hatte und wir - wäre es so geblieben - nach der Rückkehr in Quarantäne gemusst hätten, haben wir zwar bis zum letzten Tag gewartet, dann aber letzt endlich doch die Fähre auf nächstes Jahr verschoben, dann aber wirklich lange überlegt wo wir statt dessen hinfahren.

Zuerst wollten wir in die Normandie, haben uns dann aber für die polnische Ostsee entschieden, mit einem Umweg zu Freunden in Bayreuth. Letztendlich sind wir dann über Bayreuth nach Hamburg, weiter nach Damp (Ostsee) und Sankt Peter-Ording (Nordsee). Von dort sind wir spontan über die Landstraße nach Dänemark und dort die Küste hoch, immer weiter Richtung Norden. Wenn schon nicht ans Nordkap, dann wenigstens an den Nördlichsten Punkt Dänemarks, nach Skagen. Bei unserem letzten Zwischenstop vor Skagen, waren wir in Hirtshals (Jütland/Dänemark). Hier versprach die Park4Night App einen tollen Übernachtungsplatz mit Blick auf die an- und ablegenden Fähren. Daneben befindet ich glücklicherweise auch ein Supermarkt, denn unser Kühlschrank war ziemlich leer. Irgendwie haben wir dann aber in der Obst- und Gemüsesbteilung spontan beschlossen, selbst mit der Fähre zu fahren und haben am Handy schnell die freien Kapazitäten geprüft. Am Wohnmobil angekommen, haben wir dann die Nachtfähre gebucht und sind quasi direkt los zum Check-In. Abfahrt war um 20:45 Uhr, angekommen sind wir um 23:59 Uhr und dann von der Fähre runter, aus Kristiansand heraus auf den nächsten freien Parkplatz. Das die Kinder darum bitten in ihr Bett zu dürfen, passiert sonst auch eher selten :D
Ich liebe Wohnmobilreisen und möchte es nie wieder missen müssen!

So kam es dann, das wir sind heute morgen in Norwegen aufgewacht sind und uns spontan nach einer Sehenswürdigkeit umgesehen haben. Herausgesucht haben wir uns den alten Leuchtturm von Lindesnes, der am Eingang eines Fjords steht. Alleine der Weg dorthin, wr aber schon eine Sehenswürdigkeit, die sich - wie wir bei der Weiterfahrt zeigen sollte - auf große Teile Norwegen zutrifft. Felslandschaften, dichte und unberührte Wälder, Flüsse und Wasserfälle und wirklcih Abenteuerliche Straße mitten durch.

  • IMG_7920
  • IMG_7936
  • IMG_7937
  • IMG_7940
  • IMG_7942

Simple Image Gallery Extended

Trotz aller spontanität möchte ich aber auch unseren 16. Tag nicht auslassen. Begonne haben wir ihn nämlich morgens mit einem gemeinsamen Film. Das Wetter draußen war bescheiden und sehr nass und da wir uns in der Nähe der Bunker waren, die für "Die Olsenbande fährt nach Jütland" genutzt wurde, haben wir uns diesen Film angesehen, um danach dann auch zu diesen Bunkern zu fahren. Sowohl zu den Bunkern die mittlweile im Wasser versinken, als auch zu den noch erhaltenen und als Museum genutzten Bunkern in Hanstholm, Europas größte festunganlage des zweiten Weltkrieg, die Teil des Atlantikwalls war. Zugegeben, die Ausstellung, Bunker und Feldbahn waren eher etwas für den männlichen Teil der BEsatzung, doch die Damen haben dankenswerter Weiße mitgemacht. Imposant und erschreckend war jedoch für alle, was es dort zu sehen gab. Ein rießiges, ausgeklügeltes Waffensystem; vor allem wenn man das 38cm Geschützt sieht und dann weiß, das die Bismarck oder die Tirpitz (die beiden größte jemals in Europa gebauten Schlachtschiffe) jeweils acht Stück davon an Bord hatten...

Hoffentlich wird niemals wieder ein Teil Europas von etwas vergleichlichem bedroht. Immer wenn sich neben uns Norweger, Schweden, Franzosen, Belgier oder Dänen über die Nazis und ihre Taten unterhalten haben, fühlt man sich irgendwie ungut, obwohl man selbst niemals etwas dafür oder dagegen tun konnte. Wogegen man aber etwas tun kann, ist das rechte Gesocks das derzeit die Demokratie in Deutschland und Europa bedroht! Von daher verabschiede ich mich heute Zitat von Willy Brandt: "Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit!" 

  • IMG_7670
  • IMG_7671
  • IMG_7672
  • IMG_7676
  • IMG_7682
  • IMG_7705
  • IMG_7708
  • IMG_7725
  • IMG_7734
  • IMG_7749
  • IMG_7753
  • IMG_7765
  • IMG_7835
  • IMG_7846
  • IMG_7873
  • IMG_7878
  • IMG_7894
  • IMG_7899
  • IMG_7910

Simple Image Gallery Extended

 

Coronareise (2020) - Tag 16 (DK:Thisted)

Eine Seefahrt die ist lustig,
Eine Seefahrt, die ist schön,
Denn da kann man fremde Länder
Und noch manches andre sehn...

Dieses alte Kinderlied trifft definitiv auf jegliche Form der Seefahrt zu. Auch auf die Fahrt mit einer Fähre. Dies können wir nämlich jetzt aus erster hand bestätigen. Heute morgen sind wir nach dem Frühstück, Duschen und Tschüss sagen, aufgebrochen in Richtung Norden und fuhren den Damm zwischen Nordsee udn Fjord entlang weiter bis wir zu einem Leuchtturm kamen. Als wir uns dieses Ziel ausgesucht hatten, wollten wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Wir wussten jedoch nicht, das dieser Leuchtturm knapp zweihunder Jahre alt ist und direkt an einer Steilküste liegt, welche die Nazis als Teil des Atlantikwalls gefestigt hatten. Also wurde aus einem kurzen Zwischenstopp zum essen, ein kurzer Geschichtstripp. Die meisten der Bunker standen unter Wasser und waren daher nur wenige Meter zu betreten, imposant waren sie dennoch. Hier an den Klippen standen aber nicht nur Geschütztürme, sondern auch riesige Radaranlagen um anfliegende Bomber aus Groß-Britannien frühzeitig erkennen zu können. Mit einem Kletterseil, aber auch mit einer Holzbohlentreppe, kann man die Klippen dann auch heruntersteigen und die weite Nordsee aus nächster Nähe sehen. Den Blick nach hinten gerichtet, sieht man die imposanten und riesigen Klippen und man kann nur waage vermuten, wie schwer es die Alliierten in der Normandie hatten, deren Klippen nochmal ein Stück höher und was Wetter schlecht war.

  • IMG_7551
  • IMG_7552
  • IMG_7554
  • IMG_7562
  • IMG_7563
  • IMG_7572
  • IMG_7573
  • IMG_7575
  • IMG_7576
  • IMG_7577
  • IMG_7584
  • IMG_7588
  • IMG_7591
  • IMG_7593
  • IMG_7601
  • IMG_7604
  • IMG_7609
  • IMG_7610

Simple Image Gallery Extended

Am Fuße des Leuchtturms haben wir uns dann mit Sandwiches, bestehend aus Schwarzbrot mit Nordseekäse, einem Stück Cocos-Ahornirup-Kuchen und Kaffee gestärkt. Mit Beginn des Regens ging die Fahrt dann weiter. Das nenne ich mal Timing! In Thyborøn haben wir dann die Fähre auf die andere Seite der Bucht genommen. Wie gut das wir diese gerad enoch erwischt haben, waren der Mann und ich schon wieder in Bunkern der Geschichte vertieft und haben die Zeit verpasst. Diesmal haben wir aber auch einen Streifen der Küste und das dortige Denkmal gesehen. Für jedes gesunkene Schiff einen Stein, für zehn gefallene Soldaten pro Schiff eine Holzfigur. Vor uns lag der Skagerak, wo mit der Skagerrakschlacht, vom 31. Mai bis 01. Juni 1918, die Größte Seeschlacht der Geschichte geschlagen wurde. Sie endete mit einem Unendschieden. Die kleinere deutsche Kaiserliche Hochseeflotte schaffte zwar den Durchbruch durch die britische Blockade, erreichte ihre Heimathäfen und versenkte eine Vielzahl an Schiffen der wesentlich größeren britischen Grand Fleet, die britische Grand Fleet konnte aber ihre Vorherrschaft auf See dennoch verteidigen. Letzt endlich haben aber 8.645 Menschen, verteilt auf beide Konfliktparteien, ihr Leben dafür geopfert.

Auf der anderen Seite der Bucht, haben wir dann die neuen Zielkoordinaten in das Navi eingegeben. Immer weiter Richtung norden sollte es gehen. Wer von euch kennt den Unterschied der Schreibweisen von Koordinaten? Es gibt drei davon: Ein Beiespiel:

  • Grad, Minuten und Sekunden (GMS): 41°24'12.2"N 2°10'26.5"E
  • Dezimalgrad (DG): 41.40338, 2.17403
  • Grad und Dezimalminuten (GMM): 41 24.2028, 2 10.4418

Die drei Angaben sehen alle sehr ähnlich aus, sie führen aber nur sehr grob zum gleichen Ziel. Wir haben uns zwar gewundert, das unser Ziel im Wasser liegen soll, aber vielleicht hat der Ersteller der Platzbeschreibung sich auch einfach vertan. Letzt endlich sind wir in der Zeile verrutscht und haben statt der Dezimalgradangaben, die unser Navi wünscht, die GMS Angaben eingegeben, die ebenfalls in der Park4Night App anggeben sind. Aufgefallen ist es uns, als wir Orte auf dem Schild gesehen haben, die uns bekannt vorkamen und die Kilometer Zahl dorthin immer weniger wurde und unser vermeidnliches Ziel im Wasser, an einem Feldweg im Wasser enden sollte. Um Abzukürze und nicht um den Fjord herumfhahren zu müssen, haben wir die Fähre genommen und sind dann doch ca. 50% der Strecke auf der anderen Seite des Fjords wieder runter - gewendet - und wieder hoch. Dänemar ist Landschaftlich sehr schön und der Tank war voll, also war es eine ungewollte Form des Sightseeings...

Nach dem wir dann aber auf dem richtigen Weg waren, haben wir unser Ziel dann doch erreicht. Wir sind in Jütland, in der kleinen aber sehr schöne Hafenstadt Thisted, direkt am Nordufer des Limfjordes.
Ich veraschiede mich daher und melde mich morgen wieder. Gute Nacht und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

  • IMG_7618
  • IMG_7626
  • IMG_7627
  • IMG_7629
  • IMG_7630
  • IMG_7631
  • IMG_7637

Simple Image Gallery Extended

Coronareise (2020) - Tag 15 (DK:Bjerregard)

Guten Abend aus Bjerregard!

es fühlt sich an, als wären wir erst vor ein paar Tagen losgefahren, schaut man dann aber in den Blog sieht man, das die Reise schon 15 Tage andauert. Aber das beste daran, wir nichteinmal Halbzeit!
Egal wie großzügig oder familienorientiert die TUDa auch ist, unendlich viel Uraub gibt es auch dort nicht, weswegen für mich heute ein Tag HomeOffice anstand. Mit Hilfe von mobilem Internet, darüber einen VPN der eine Verbindung zur TUDa aufbaut und MS Teams, für die Telefonie, alles kein Problem. Das ist das schöne an dem Beruf. Büro, zuhause oder im WoMo an der Küste - die Möglichkeiten bleiben gleich, der Ort ändert sich und die Effizientz steigt. Ein BWLer würde von einer klassischen Win-Win Stuation sprechen ;)
Damit ist aber auch das Geheimnis gelüftet, wo die meisten der Blogbeiträge entstehen. Nämlich hier:

  • IMG_7179
  • IMG_7491

Simple Image Gallery Extended

Anonsten war der Tag heute sehr ruhig. Nach dem es die gesamte Nacht geregnet hat wie aus Kübeln, schien heute ab 10 Uhr die Sonne und es war richtig warm. Der Wetterbericht hat dafür übrigens eine Regenwahrscheinlichkeit von 90% ausgegeben - für diesen Ort, für den gesamten Tag. Lotto sollten die Wetterfrösche definitiv nicht spielen!
Eigentlich wollten wir an den Strand, doch die Kinder haben neue Bekanntschaften geschlossen und auch die Eltern dazu sind super. Also gab es einen Nachmittag Smalltalk über Beruf, Freizeit und das gemeinsame Hobby: Camping und Reisen. Viel gibt es daher diesmal auch nicht zu bereichten und morgen heißt es dann mal wieder: Abschiednehmen! Aber wer weiß, vielleicht sehen wir uns noch in diesem Urlaub wieder, denn Billung (Legoland) steht bei beiden Familien noch auf dem Programm.

Ich werde nun noch ein Glas Honig-Ingwer-Met trinken und dann ebenfalls schlafen gehen. In diesem Sinne:
Skål og god aften!

  • IMG_7498
  • IMG_7500
  • IMG_7501
  • IMG_7504
  • IMG_7514

Simple Image Gallery Extended

Coronareise (2020) - Tag 14 (DK:Bjerregard)

Guten Abend aus Bjerregard...

ja, dem einen oder anderen Lesenden ist es bestimmt aufgefallen...
In Bjerregard waren wir bereits gestern und es stimmt schon, wir wollten heute eigentlich weiter gen Norden und frei stehen. Leider ist es jedoch so, das die Einreise nach Dänemark nur möglich ist, wenn man vorab mindestens sechs gebuchte Nächte nachweisen kann. Kontrolliert wird das am Grenzübergang, wie wir im nachhinein aber erfahren haben, nur an den Übergängen auf Autobahn, nicht aber an Grenzübergängen auf Landstraßen. Offiziell um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und Tagestouristen auszuschließen. Das damit aber der Sommertourismus in Dänemark gestärkt wird, wird dann wohl notgedrungen in Kauf genommen. Aus diesem Grund war der letzte Campingplatz auch sehr kulant und hat uns eine Nacht erlassen. Dieser hier leider nicht und so haben wir noch diese und eine weitere gebuchte Nacht.
Der letzte Campingplatz hatte auch professionelle Industriewaschmaschinen und Trocknet. Nach 30 Minuten war die Wäsche komplett im Vollwaschgang gewaschen und geschleudert, nach weiteren 30 Minuten komplett getrocknet. Dieser Campingplatz hat normale Waschmaschinen und sehr eigenwillige Trockner Auch nach einem kompletten Trockengang ist die Wäsche noch nass bis klamm. Aus diesem Grund erinnert unser Wohnmobil gerade mehr an ein U-Boot. In jeder Ecke wurde etwas aufgehängt; nur das es bei uns statt Lebensmittel und Ersatzteile, eben die nasse Wäsche ist.

Nass ist an der Stelle auch ein gutes Stichwort, denn wer heute nicht nass wurde, hat die Haustür nicht verlassen. Als wir heute morgen aufgewacht sind, hat es bereits geregnet und auch jetzt regnet es noch immer, bei kalt-nassen 16°C-18°C. Lediglich eine Regenpause gab es, die wir durch Zufall auch erwischt und genutzt haben. Heute waren wir wie bereits gestern geschrieben in Borg Vikingehavn und haben uns die dortige Wickingersiedlung mit Hafen angesehen. Auch dieser Ort war bewohnt und dadurch belebt, auch wenn man den Unterschied zu gestern deutlich gesehen hat. Das Dorf gestern ist ein Museum Dänemarks und weitgehend über Steuergelder finanziert. Das Dorf heute wird von einem Verein betrieben. Beide sehr schön gestaltet, das heutige Dorf ist aber deutlich kleiner und wesentlich mehr auf den Verkauf von althandwerklich hergestellte Wikingerprodukten innerhalb der Häuser ausgelegt. Schön war der Tag dennoch, denn wir haben den veregneten Abend dann im Wohnmobil genutzt. Schiffe versenken, Asse raus und Quatsch machen, das war für heute der Plan.

Wie es morgen genau weiter geht, ist noch nicht genau geplant. Von weiter fahren gen Norden, bis zurück fahren in den sonnigeren Süden (hier soll es bis nächste Woche Donnerstag quasi durch regnen) ist alles möglich. Zunächst aber, stehen für mich ein paar Stunden HomeOffice auf dem Programm. Lange werde ich daher heute auch nicht mehr wach bleiben und verabschiede mich bis morgen! Hoffentlich schenckt uns Freyr, der Fruchtbarkeitsgott aus dem Göttergeschlecht der Wanen, herrscher über Regen und Sonnernschein, sowie den Pflanzenwuchs auf der Erde, wenigstens ein paar Sonnenstunden für uns bereit...

  • IMG_7388
  • IMG_7389
  • IMG_7393
  • IMG_7395
  • IMG_7411
  • IMG_7414
  • IMG_7425
  • IMG_7433
  • IMG_7435
  • IMG_7450
  • IMG_7455
  • IMG_7457
  • IMG_7458
  • IMG_7459
  • IMG_7460
  • IMG_7461
  • IMG_7462
  • IMG_7465
  • IMG_7470
  • IMG_7474
  • IMG_E7483

Simple Image Gallery Extended

Coronareise (2020) - Tag 13 (DK:Rømø)

Guten Abend aus Bjerregard!

Nachdem es heute Nacht mehrere Stunden am Stück geregnet hat und es am morgen recht frisch war, haben wir uns spontan dazu entschlossen, drinnen zu frühstücken. Das "Kampfjetspotting" nach dem Frühstück haben wir uns dennoch nicht nehmen lassen. Heute waren die Jets aber nur selten zu sehen, überwiegen sind sie Flugmanöver über der Nordsee geflogen, kamen daher nur selten vorbei und wie es bei Hyperschallflugzeugen der Fall ist: Wenn man sie auf sich zukommen hört, sind sie eigentlich schon an einem vorbei. Wärend die Kinder etwas Energie auf dem Spielplatz verbraucht haben, haben die Großen das Dickerchen reisefertig gemacht. Heute Abend wollten wir endlich auch in diesem Urlaub "frei stehen".

Zunächst aber ging es nur kurz um die Ecke, zu dem Kommandørgården. Es liegt direkt links neben der Ausfahrt des Campingplatzes. Selbstverständlich sind wir aber erstmal rechts raus gefahren...
Rømø war früher die Insel der Sehrfahrer und der Kommandørgården ist ein ehemaliges Kapitänshaus (Kommandør = Kapitän) eines Wahlfängers. Oftmals waren diese Männer ein knappes Jahr unterwegs und fingen Wale im Atlantik, waren oftmals aber auch sehr reich und hatten entsprechend große Häuser mit viel Personal. Sehr sehenswert und informativ. Ein Haus mit solch einem Ausblick, das wäre etwas...
Ebenfalls dort zu sehen ist das Skelett von einem der 16 Pottwahle, die 1996 die Orientierung verloren und am Strand von Rømø strandete.

  • IMG_7184
  • IMG_7185
  • IMG_7187
  • IMG_7188
  • IMG_7189
  • IMG_7196
  • IMG_7198
  • IMG_7200
  • IMG_7203
  • IMG_7211
  • IMG_7217
  • IMG_7218
  • IMG_7290
  • IMG_7313
  • IMG_7314
  • IMG_7315

Simple Image Gallery Extended

Anschließend führte unser Weg uns nach Ribe. Wohlgemerkt nicht in das jetzige, auf der Landkarte verzeichnete Ribe, sondern in das Wiederaufgebaute Ribe ab dem Jahr 700 nach Christus. Wie auch in Schweden ist diese Dorf belebt. Die Bewohner haben mit Hilfe historischer Werkzeuge tagsüber die Felder bestellt, Waffen produziert, Wolle gesponnen, Schmuck aber auch Schuhe und Kleidung hergestellt und vieles mehr. Die meistens sehr dunklen Hütten waren bestenfalls durch ein Feuer beleuchtet, in der Regel aber nur durch ein paar Kerzen erhellt. Soetwas kostet viel Geld, in Schweden wurden dafür vormittags Angestellte eingesetzt, Abends und am Wochenende Hobbywikinger. Wie es in Dänemark realisiert wird, weiß ich nicht. Ich weiß nur, das man Geschichte vor allem für Kinder nicht besser veranschaulichen kann. Egal wie gut eine Infotafel gestaltet ist, an das reale Leben kommt sie nicht ran. So verwundert es wohl auch nicht, das wir knapp drei Stunden in dem Wikingerdorf waren.

  • IMG_7223
  • IMG_7224
  • IMG_7230
  • IMG_7231
  • IMG_7237
  • IMG_7244
  • IMG_7252
  • IMG_7260
  • IMG_7263
  • IMG_7266
  • IMG_7272
  • IMG_7273
  • IMG_7276
  • IMG_7278
  • IMG_7289
  • IMG_7300
  • IMG_7308
  • IMG_7312

Simple Image Gallery Extended



Da die Kids aber durch das toben am Morgen sowie das Wikingerdorf recht müde wahren, nutzen wir die Chance um Strecke zu machen und fuhren weiter. Spontan haben wir uns dazu entschlossen, den Campingplatz anzufahren, der erst für morgen geplant war, um dem Pfad der Wikinger weiter zu folgen. Vorher mussten wir aber noch einkaufen gehen und dann taten wir das, was wir schon lange nicht mehr getan haben. Richtig einkaufen in einem normalen, großen Supermarkt. Hier gab es alles was das Herz begehrt und vor allem verhältnismäßig günstig. Für einen vollen Einkaufswagen mit Einkäufen für die nächsten vier Tage, darunter Wurst, Käse und Butter, Lebensmitteln für zwei mal grillen, unter anderem mit zwei Entrecôte, Steaks und Würstchen, Gemüse und Obst, einigen Getränken - teilweise alkoholisch und teilweise antialkoholisch, Marmeladen und Nutella (ja, im Urlaub gibt es auch das), sowie Spühmittel, Flüssigseife und anderen ähnlichen Gegenständen, haben wir umgerechnet 106 EUR bezahlt. In Deutschland hätten wir für einen vergleichbaren Einkaufswagen, mit Produkten in vergleichbarer Qualität, ungewähr 30% mehr bezahlt. Vergleichbar günstig ist hier auch der Treibstoff. Der Liter Superbenzin kostet derzeit ungefähr 1,10 EUR und der Liter Diesel ca. 0,85 EUR. Was hier wiederum recht teuer ist, sind generell Dienstleistungen. Ein Hotdog auf die Hand kostet da schnell mal fünf bis sechs EUR und zwei Nächte auf dem Campingplatz knappe 95 EUR. Arbeitszeit ist eben teuer, vor allem wenn sie anständig bezahlt wird!

Nach dem wir unsere Vorräte gebunkert haben, konnten wir weiter fahren. Bis zu unserem heutigen Etappenziel waren es nur noch knapp zwanzig Minuten. Der Campingplatz auf dem wir heute Abend stehen, ist von der Größe recht überschaubar, liegt jedoch nur einen knappen Kilometer von der Nordsee und ihrem Strand entfernt, liegt jedoch direkt an einem Fjord. Der Seewind mit dem ruhigen Wasser ist die optimale Umgebung für Kitesurfer, Standuppaddeling und Kanu-/Kajakfahrten. Alle diese Fahrzeuge sind daher auch vor Ort mietbar. Für die Kinder ist wohl am wichtigsten, das es auch hier einen Hüpfberg gibt.
Wir haben diesen Platz trotz allem jedoch weniger wegen seiner Wassernähe oder dem Spielplatz ausgesucht, sondern viel mehr wegen der Nähe zu Bork Vikingehavn. Ein weiteres Wickingerdorf, jedoch mit einem Hafen auf dem auch Schiffe und Boote zu sehen und teilweise zu besichtigen sind. Bevor wir aber weiter den Spuren der Wikinger folgen, werde auch ihr nun schlafen gehen. Ich verabschiede mich daher für heute mit einem Zitat, das den Wikingern zugeschrieben wird:

"Es gibt kein besseres Reisegepäck als geistige Gesundheit und einen klaren Verstand. In fernen Ländern ist dies viel nützlicher als Gold und hilft Armen aus Schwierigkeiten heraus."

  • IMG_7290
  • IMG_7313
  • IMG_7314
  • IMG_7315

Simple Image Gallery Extended

We use cookies on our website. Some of them are essential for the operation of the site, while others help us to improve this site and the user experience (tracking cookies). You can decide for yourself whether you want to allow cookies or not. Please note that if you reject them, you may not be able to use all the functionalities of the site.

Ok