Mit dem Wohnmobil durch BeNeLux (2018) – Tag 2 (NL: Burgh Haamstede)

Heute morgen klingelte der Wecker sehr früh – um genau zu sein war es nicht direkt der Wecker, eher so was ähnliches… Unser jüngster Reisebeleiter begrüßte uns um 6:10 Uhr: „Weißt du, ich kann nicht mehr schlafen!“ Wer braucht schon Urlaub wenn er Kinder hat ;)

Dementsprechend früh konnten wir in den Tag starten. Frühstücken, Wasser Kanistertank nachfüllen und los. Eigentlich wollten wir auch den Grauwassertank (Abwasser der Waschbecken und Dusche) leeren, trauten wir doch der Anzeige nicht, das dieser, trotz zwei Mal abspülen, duschen und Zähneputzen noch immer leer sei. Der befürchtete Defekt der Anzeige stellte sich jedoch als Bedienfehler heraus, den neben unserem Wohnmobil befand sich ein kleiner Bach, der irgendwie seinen Ursprung unter dem Auslass unseres Grauwassertank besaß. Zufälle gibt es. Anders machen es die Hotelschiffe in Amsterdam doch auch nicht, außer das die ihren Fluss bereits haben und nicht erst einen entstehen lassen. Das leeren war daher schnell erledigt, Tank erstmals zugedreht und los.

Die Fahrt nach Burgh Haamstede war sehr schön und führte uns direkt durch das Hafenviertel von Rotterdam. Parkdecks an den Kais ohne Ende, Container soweit das Auge reicht und Tanks, damit könnte man Europa sicher monatelang mit Öl und dessen Folgeprodukten versorgen. Aber auch auf den Gleisen neben den Kränen befanden sich mehr auf ihre Abfertigung wartende Züge als die Deutsche Bahn pünktliche Züge hat. Und auf ganz, ganz vielen Containern stand DHL!

Wir fanden die Fahrt alle sehr beeindruckend. Na ja, alle die sich wahren, Leon schlief nämlich. Kann man ja Mal machen, wenn man schon so früh aufstehen muss um alle anderen zu wecken, kann man sich auch Mal ein Nickerchen gönnen…

In Burgh Haamstede angekommen, sind wir erstmal in die Innenstadt. Wir mussten endlich mal einkaufen und wollten Fisch essen. Ein Parkschein für 1,50 EUR/Stunde okay, aber brauchen wir jetzt einen oder zwei. Es ist ja nur ein Fahrzeug, aber es steht nunmal auf zwei Parkplätzen. Was können wir denn dazu das die Parkplätze so kurz aber unsere Auto 6m lang ist. Wir haben einen Parkschein genommen, no risk no fun.

Nach dem Einkaufen ging es zum Campingplatz. Wohnmobil abstellen, Fahrräder abladen und bei sonnigen 20 Grad, teilweise in kurzen Klamotten, mit den Rädern durch die wunderschönen Dünen. Herrlich, die klare und saubere Luft so unbeschreiblich gut!

An der Nordsee selbst, direkt am Strand waren wir nicht. Der Weg dorthin war nur zu Fuß zu erreichen und es wahr wahnsinnig windig, für entschieden wir uns fürs Rad fahren. Wir blieben aber immer in ihrer Nähe und haben sie das ein oder andere Mal gut sehen können.

In Burgh selbst haben wir dann noch spontan eingekauft. Leon brauchte ein paar Socken. Das schöne am Wohnmobil ist, mannha sein Heim dabei und muss sich nicht um einen Koffer im Auto oder 20kg im Flugzeug beschränken. Wenn man sich jedoch selbst beschränkt in dem man schlicht vergisst, die Socken für Leon einzupacken, muss man sie dann doch vor Ort zukaufen. Bei einem Demeterladen wurde Leon dann noch magisch von Erdbeeren angezogen und mich rief ein Schwarzschimmelkäse so sinnlich, wie einst die Sirenen wohl nach Homer gerufen haben.

In den Landal Resorts Haamstede haben wir dann noch einen weiteren Zwischenstopp eingelegt um ein paar Bekannte zu besuchen, ehe es dann zurück zum Campingplatz ging.

Dort gab es dann noch eine Runde Spielplatz für Leon, nette Gespräche mit anderen Wohnwagenfahrern und zuletzt ein gemütliches Abendessen mit Käse, Erdbeeren, Brot, Vla, Heineken und dann kehrte langsam wieder Ruhe ein. Morgen geht es dann weiter nach Brügge in Belgien. Jedenfalls ist das aktuell noch der Plan, Mal schauen was es morgen wird, wir hatten kurz auch damit geliebäugelt, noch einen Tag hier zu bleiben. Unseren Stellplatz müssten wir dann aber wechseln, unserer ist ab morgen reserviert, zudem würde aber die Strecke nach Lüttich übermorgen dann sehr weit werden und zudem fängt es gerade heftig an zu regnen.

Mal schauen wir sie Autobahnen in Belgien sind. Hier in Holland, wahrscheinlich aber auch im Rest der Niederlande, wird der Beschleunigungsstreifen zu einer eigenen Spur. Die Linke Spur endet an dieser Stelle und wird mit der Recht daneben zusammen gefasst. Sehr clever, denn es bremst automatisch Raser ganz links aus und verhindert notorische Libksfahrer. Mal schauen wie es morgen wird. Ich höre schon wieder die Sirenen rufen, diesmal jedoch nicht die Sirenen des holländischen Käses sondern die der belgischen Leonidas. Was eine Odyssee …

Da jedoch in der Zwischenzeit die Frage nach Fotos von uns kam und ich diesen Blog nach unserer Rückkehr wahrscheinlich vom Passwortschutz befreien werde, hier ein Link mit Bildern von uns, der dauerhaft sein Passwort behalten wird und dafür aber auch Bilder von uns zeig, das Passwort ist das selbe wie für diesen Reiseblog: https://welcome2.urcloud.online/index.php/s/tSafubHWs9Gef4v

In diesem Sinne verabschiede ich mich mit den Worten eines alten Freundes, Graf Duckula – „Gute Nacht da draussen, was auch immer du sein magst“.

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