Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 19 (S: Malmö - Wikingermuseum)

Nach dem das gestrige Schloss sich anders präsentiert hat, als wir es uns vorgestellt hatten, waren wir auf das heutige Wikingermuseum gespannt. Voller Erwartung und Vorfreude haben wir unseren Stellplatz verlassen und die zehnminütige Fahrt auf die andere Seite des Kanals angetreten. Da wir heute alle deutlich länger geschlafen haben als geplant, sind wir erst gegen kurz nach Elf aufgebrochen. Entsprechend voll war auch der Parkplatz und wir konnten gerade noch den vorletzten Parkplatz in Wohnmobilgröße ergattern. Das Museum selbst war genial!

Es begann mit einem modernen Haus in dem zum einen ein ganz kleiner Souvenierladen und ein Imbiss untergebracht ist und dahinter ein Raum mit einer Ausstellung. Hier werden gefundene Münzen, Bootsteile, Kleidung, Geschirr und ähnliche Dinge ausgestellt. Dahinter geht es wieder ins Freie und das war genial... Das gesamte Museum ist ein rekonstruiertes Dorf, auf den Grundrissen an der selben Stelle, wo früher schon einmal ein Dorf gestanden hat. Hier fand auch die Schlacht bei Fodevig statt, der letzten und vor allem auch entscheidenden Schlacht des dänischen Bürgerkrieges zwischen Erik Emune, dem dänischen König Niels von Dänemark und dessen Sohn Magnus Nielsen. Sie endete mit der Königsherrschaft von Erik Emune. Das Dorf ist super interessant und vor allem, super spielerisch lehrreich!

Hier sind Angestellte des Dorfs die in historische Kostüme schlüpfen und das Dorf beleben und tagsüber auch bewohnen. Der Schmied schmiedet Münzen, Waffen und Werkzeug. Die Bäcker backen, die Schneider stellen aus Schafswolle Fäden her und nähen neue Kleidung (die danna auch vom Personal getragen werden), die Schäfer hüten die Schafe usw. Überall knistert ein Feuer, fährt eine Sichel durch den Garten oder bewacht ein Krieger das Eingangstor. Alles geschaffen und noch immer erhalten mit historischen Werkzeugen. Die Angestellten werden vor allem am Wochenende und Abends durch Leiendarsteller ergänzt. Das einzige neue Gerät in der Anlage ist eine Pumpe, die statt einem Brunnen das Wasser bereit stellt und durch ein verstecktes Schlauchsystem einzelne Teile der Gärten automatisch bewässert.
Das tolle daran war aber vor allem auch, das es nicht nur um das Sehen ging, sondern auch um das selber machen und selbst erleben. Unsere Große hatte so die Möglichkeit, Brot zu backen, mit einem Feuerstein, Stoff und einem Stück Metall den Schmiedeofen wieder anzustecken und einiges mehr. Am interessantesten war aber am Ende der Kampfplatz, wo früher Bogenschützen geübt und nun unsere Kinder Speere geworfen, an Tauen gezogen oder mit der Mama mit (Holz-) Schwert und Schild gekämpft haben. Hier ging vor allem der Kleine voll auf. Endlich mit Schwertern kämpfen oder mit Speeren werfen ohne dafür Ärger zu bekommen. Bei einer Kleinigkeit zu Essen im Bistro beendeten wir den Vormittag.

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Weiter ging es dann an die Spitze der Landzunge. Hier wollten wir eigentlich, bei einem grandiosen Blick auf die Öresundbrücke. bleiben. Diesen Plan verworfen wir aber schnell wieder, denn es war völlig überlaufen. Einen Stellplatz zu finden, konnten wir gleich als Utopie abhaken. Wir beschränkten uns daher auf das einkaufen von frischem Fisch und fuhren weiter nach Malmö. Hier waren wir zwar vorgestern schon, stehen nun aber auf einem regulären Stellplatz in einem kleinen Hafen. Der Ausblick ist wunderschön und es ist absolut ruhig. Bevor wir jedoch am Hafen spazieren gingen und bis zu den Spitzen der Arme der Hafeneinfahrt vorliefen, gab es etwas zu essen. Unseren frischen Fisch auf Brot; der eine findet es klasse, die andere wünscht sich endlich wieder dunkles Brot. Zu behaupten, das Weißbrot das dunkelste Brot ist das die Schweden kennen, wäre sarkastisch, spiegelt aber wahrscheinlich wieder was ich versuche damit zu beschreiben. Wärend dem Essen wurde uns zudem noch eine, bei uns eher selten zu sehende, Vorstellung geboten. Vor unseren Augen wurde ein Boot mit Hilfe eines fahrbahren Krans, vom Land zum Wasser gefahren und dort abgesetzt. Anschließend wurde mit dem selben Kran der Mast auf das Schiff gehoben, eingesetzt und dann von den beiden Skippern befestigt. Die Kinder hatten etwas zum staunen und auch wir fanden es sehr interessant.
Nun sind jedoch alle im Bett und schlafen. Nur ich bin noch wach, schreibe diese Zeilen und schaue den Mond an. Heute ist Mondfinsternis und wir haben quasi den Logeplatz ;)

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