Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 13 (S: Hönö)

Guten Abend aus Hönö!

Wenn man in Schweden außerhalb von Stellplätzen oder Campingplätzen steht, dann lernt man die Stille kennen, die es in Deutschland quasi nicht mehr gibt. Kein Auto, kein Flugzeug, kein Zug - nicht einmal Menschen. Unbeschreiblich! Nur das leise Rauschen des Windes in den Bäumen und das zwitschern der Vögel.

Nach dem wir gefrühstückt und abgespült haben, die Kinder nochmal am Strand und auf dem Spielplatz waren, traten wir die Weiterreise an. Bei erlaubten 100km/h, fahren die meisten Schweden nur 95km/h. Kaum Überholvorgänge, sehr entspannend. Ich kann mir vorstellen das es auf Dauer eintönig ist und ablenkend bzw. auf langen Strecken auch leichter ermüdent wirkt, aber für uns war es schön, wir konnten in aller Ruhe die vorbei ziehende Landschaft besichtigen. Hönö haben wir uns ausgesucht, weil dort laut Park4Night ein schöner Stellplatz ist, direkt in einem alten Hafengebiet, mit nahegelegenen Einkaufsmöglichkeit. Zudem soll die Inselkette, zu der Hönö gehört, ein Paradies für Wanderer und Radfahrer sein. Was wir jedoch nicht beachtet haben: Inseln erreicht man über Brücken und wenn es diese nicht gibt, so wie in diesem Fall, dann mit Fähren. Für die Kinder war es ein Erlebnis, für uns auch. Die Überfahrt dauert ca. 15 Minuten, drei Fähren fahren in einer Dauerschleife, so dass die Wartezeit maximal zehn Minuten dauert. Manche Ampel am Bahnübergang benötigt zuhause nicht weniger Zeit. Ein perfekt ausgetüfteltes System und das besondere, typisch Schweden: Auf unsere Frage ob wir das Ticket für die Fährte im Infocenter bekommen oder auf der Fähre, wurden wir entsetzt angeschaut, frei nach dem Motto „Wieso sollte man für eine Fähre bezahlen“. Genau so ist es aber, die Fähren kosten nichts, ebenso wie in den Niederlanden. Bei uns kostet sogar die kleine Fähre die fünf Minuten braucht um in Oppenheim den Rhein zu überqueren. So ist es eben, wenn alles privatisiert ist - in Schweden ist es nicht so. Bei uns hieße das wieder nur: "Wer soll das denn bitte schön alles bezahlen..."

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Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 12 (S: Irgendwo am Öresjö)

Heute sind wir den 2000. Kilometer unserer Südschwedenrundreise gefahren und wir haben heute so etwas wie Halbzeit. Ab heute geht es nur noch nach Südwesten. Die Halbzeit unseres Urlaubs haben wir quasi morgen erreicht. Die Etappe heute begann dort, wo wir sie gestern beendet haben. Ich weiß, die Finess dieser Gleichung ist Einsteins Relativitätstheorie fast ebenbürtig, aber sei’s drum. Wie starteten also in Hjo. Nach dem wir das WoMo fitt für die nächste Etappe gemacht haben, steuerten wir den Öresjö an, einen kleinen See bei Trollhättan. Unterwegs haben wir wieder die einmalig Landschaft Schwedens genießen können. Dort, wo Wälder noch Wälder sind und nicht jede Wiese geschoren oder in Ackerland konvertiert ist. Traumhaft! Die beiden letzten Bilder sind übrigens gerade eben, um 23:10 entstanden. Es ist wunderschön warm, ohne schwül zu sein und noch so hell...

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Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 11 (S: Hjo)

Hej, ihr da draußen. Viele liebe Grüße aus Schweden!

Heute war es endlich soweit, wir haben den originalen Drehort von Michel aus Lönneberga gesehen. Der Hof wird noch immer von einer Familie bewirtschaftet, die Familie betreibt den Hof aber gleichzeitig auch touristisch. Ich denke aber, das dies auch die Haupteinnahmequelle sein wird. Am Hoftor befindet sich ein Kassenhäusschen, wie in Schweden üblich mit Kartenzahlung. Die Familienkarte kostet 25 EUR. Nach dem wir heute Nacht die einzigen auf dem Parkplatz waren, waren wir beim gehen erstaunt, wie voll dieser Platz geworden ist. Ungefär 20 PKWs, zweidrittel davon aus Deutschland, sowie acht bis zehn Wohnmobile, bis auf unseres und einem anderen, alle aus Schweden. Dreißig mal 25 EUR, sind 750 EUR am Tag und es werden sicher noch mehr Fahrzeuge gekommen sein. Dazu noch die Einnahmen aus dem Souvenierladen... Ein nettes Tageseinkommen. Gibt es irgendwo noch vergesse Drehorte von Kultklassikern die zufällig zum Verkauf stehen?! Ich hätte da Interesse...

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Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 10 (S: Vimmerby - Astrid Lindgren Vält)

Das schöne an Ausflügen mit dem Wohnmobil ist unter anderem, das man meistens direkt vor der Tür parken kann. Das ist in der Astrid Lingren Vält nicht anders. So konnten wir in Ruhe aufstehen, frühstücken und waren trotzdem, zusammen mit den anderen WoMo-Besatzungen, die ersten im Park...
Geschockt haben uns aber zunächst die Eintrittspreise. In der Hauptsaison zahlen Gäste ab 15 Jahren 430 Kronen (ca 42 EUR), Gäste unter 15 Jahren 310 Kronen (ca 31 EUR). Das ist heftig, im Nachhinein aber gerechtfertigt. In dem Themenpark war alles perfekt, angefangen von der Qualität der Schaupieler, der Pflege der Gebäude und der Gärten, der liebevollen und der detailierten Dekorationen, bis hin zu den Toiletten. Und ganz nebenbei betreibt und finanziert der Park mit seinen Überschüssen noch ein SOS Kinderdorf in Afrika. Es geht halt auch sozial, auch wenn der Park selbst eine AG ist. Um Spaß an dem Park haben zu können, sollte man eine oder besser mehrere Astrid Lindgren Geschichten kennen und mögen.

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Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 9 (S: Vimmerby)

Heute morgen nach dem Frühstück packten wir zusammen. Markise rein, Grill weg, Tisch und Stühle rein, nochmal Frischwasser bunkern, Grauwasser ablassen und die Toilette leeren. Dann hieß es Abschied nehmen. Abschied von neuen Freunden nehmen, die Kinder haben gleich mal ihre Adressen ausgetauscht und wer weiß, unser Wohnmobil findet bestimmt auch den Weg nach Belgien. Aber erst einmal hieß es auch Abschied nehmen von der Ostsee, denn unser Ziel heute war Vimmerby, ein Stück im Landesinneren. Die Ostsee sehen wir nun erst bei unserer letzten Etappe, mit der Fähre von Trelleborg nach Rostock, wieder. Bis dahin haben wir jedoch noch knappe zwei Wochen und die Nordseeküste vor uns.

Auch heute mussten wir wieder feststellen, wie dicht die Wälder in Schweden und wie natürlich die Orte, insbesondere die Vorgärten sind. Ein Teil Wildwiese hat hier jeder im Garten, der Rest ist kurz geschorene Wiese und akkurat gestutzte Hecken. Die Grünanlagen der Städte sehen meistens übrigens genauso aus. Das spart Kosten für die Kanalisation, wenn Wege und Zufahrten geschottert und nicht asphaltiert sind. Das Regenwasser kann dann im Erdboden versickern und muss nicht durch die Kanalisation zum Klärwerk und dort aufwendiger und teuer geklärt werden. Erdarbeiten für neue Telefonleitungen sind ebenfalls einfacher und günstiger. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum Deutschland bei der Geschwindigkeit der Internetanbindungen in Europa nun - richtig - letzter ist! Der Aufwand der Kabelverlegung ist bei uns wesentlich höher, was die großen Anbieter auch immer wieder bemängeln. Das verlegen einer Glasfaserleitung in ein kleines Dorf in dem es nur wenig Anschlüsse/Kunden gibt, ist schlicht unrentabel.

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