Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 8 (S: Kalmar)

Man ist das kalt!

16-18 Grad sind eigentlich nicht schlimm, aber im Schatten und bei Wind, da wird es schon richtig frostig. Dennoch haben wir heute morgen, dick eingepackt als ginge die nächste Etappe zum Nordkap, draußen gefrühstückt und haben uns dann auf den Weg zum Schloss gemacht. Zwei Kilometer, zu Fuß...!
Die Kinder sind tapfer, angetrieben von der Hoffnung auf eine Partie Minigolf auf dem Rückweg, deren Bahnen wir auf dem Weg zum Schloss passiert haben, mit marschiert. Das Schloss war jedoch beeindruckend, alleine schon von außen, auch für die Kids! Hervorragend erhalten und aufwändig restauriert (bezahlt sicherlich auch aus den Eintrittsgeldern - Familienkarte 500 Kronen [ca 50 EUR]. Im Inneren konnte man neben diversen Kleidern, Bildern und Wandteppichen, Schlafzimmern und dem Thronsaal, auch das Verlies auch den Fest- sowie den Speisesaal sehen.

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Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 7 (S: Kalmar)

Einen wunderschönen guten Abend, hier aus Kalmar.

Solltet auch ihr das Gefühl haben, dass sich der Ort mehr nach französischer Atlantikküste anhört als nach Schweden, so kann ich euch beruhigen - wir haben uns nicht verfahren, wir sind weiter wie geplant Richtung Norden gefahren. Nicht ganz so wie geplant lief jedoch unsere Besichtigung der Festung in Karlskrona. Diese Festung ist seit 300 Jahren in Benutzung durch die Schwedische Marine und ist es noch bis heute. Damit ist sie die am längsten, ununterbrochen genutzte militärische Einrichtung der Welt. Dies hat daher aber zur Folge, das eine Besichtigung auf eigene Faust nicht möglich ist und wir auf eine 30 minütige, geführte Tour hätten zurück greifen müssen. Mit Überfahrt und Fußweg zum Anlege eine Gesamtdauer von knapp drei Stunden, ohne die Möglichkeit für eine eigenständige Pause. Für einen dreijährigen nicht reizvoll. Aus diesem Grund wurde aus unserer steinernen Festung, schwimmende Festungen. Wir entschlossen uns kurzerhand zum Besuch des Marinemuseums. Ebenfalls sehr interessant. Neben drei U-Booten (einem Einmann-U-Boot, einem U-Boot aus dem ersten Weltkrieg und einem U-Boot aus Zeiten des kalten Kriegs), gab es auch ein Minenleger aus dem zweiten Weltkrieg, ein Torpedoboot aus dem kalten Krieg sowie ein Segelschoner von 1902.

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Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 6 (S: Karlskrona)

Hej, wie die Schweden sagen!

Heute haben wir unsere erste Nacht in der „Wildniss“ verbracht. Autark, ohne Campingplatz, ohne Reisemobilhafen. Es war ein Traum! Absolut ruhig, keine Autos, keine Flugzeuge, keine Straßenbahn, kein Zug - nicht einmal Menschen. Besser, kann man sich nicht erholen. Nur wir in unserem fahrbaren, autarken Zuhause, mitten in der Natur. Ob sich auch unser Dickerchen und sein ARV erholt hat, das bleibt zu hoffen. Wir frühstückten erst einmal: Speck und Eier mit Butterbrot!

Anschließend ging es in das wenige Minuten entfernte Zentrum von Kristianstad. Die paar Kilometer blinkt keine Warnlampe, Glück gehabt. Gefahren sind wir aber auch wie vorgeschlagen: Leicht übertourig, zum freipusten. Kristianstad ist schön. Kleine Gässchen, der Flair einer alten Innenstadt, wenig Verkehr und rekonstruierte Reste einer alten Festungsanlage. Ganz Kristianstad war einmal eine Festung. Dazu ein schöner Markplatz und eine Kirche, die wir auf Grund einer in dem Moment stattfindenden Trauerfeier nicht von Innen besichtigen konnten. Überhaupt sind die schwedischen Innenstädte extrem sauber. Viele Mülleimer, nahezu kein Dreck auf dem Boden (auch keine Zigarettenstummel, es raucht hier fast niemand mehr und Schweden will durch diverse Maßnamen und Verbote ab 2025 rauchfrei sein). Aber auch keine Graffiti und keine Tauben (daher auch kein Taubenkot). Auch ein wichtiges Stück Lebensqualität, ein solches ein Umfeld. Warum sind uns die Skandinavier in so vielen Dingen, so viel weiter voraus. Mag es an der Unabhängigkeit der Politik von den Lobbys liegen? Anzunehmen wäre es. Deutschland ist das letzte Land in der EU, in dem Tabakwerbung - auf Druck der Tabaklobby -  noch erlaubt ist. Sogar Rumänien hat mittlerweile ein entsprechendes Verbot! Na ja, wir schlugen den Weg Richtung Wohnmobil ein und starteten, heute mit einem Drittel Autobahn, Richtung Karlskrona. Knappe 120km und das ohne Probleme. Auch die Qualmwolken beim Beschleunigen waren verschwunden. Sollte das obertourige Fahren den Dreck gelöst und das Problem behoben haben? Es scheint jedenfalls so...

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Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 5 (S: Kristianstad)

Guten Abend in die Runde ;) Es freut ich, wieviele den Blog verfolgen. Den Rückmeldungen nach sind es aktuell wohl sieben die den Blog täglich lesen und zwei die immer mal wieder reinschauen.

Als wir heute Morgen aufgestanden sind, waren wir überrascht wie leer der Platz um uns herum ist und man sieht sehr deutlich, dass die ersten Fähren gegen 8:00 Uhr morgens ablegen. Wir waren mit die einzigen, die noch standen (von den Wohnwagenurlaubern abgesehen). Wir beschlosen spontan, drinnen zu frühstücken. Der Wind draußen lies auch nichts anderes zu und wer will schon kalten Kaffee und dauernd seiner Serviette hinterher rennen. Anschließend hieß es dann zusammenpacken, Frischwasser tanken, Abwasser und Toilette leeren, um bald möglichst aufzubrechen. Unser Ziel war heute Kristianstadt, getreu dem Motto, immer weiter die schwedische Ostsee Küste entlang gen Norden! Unser Zwischenziel, möglichst jede Autobahn zu vermeiden und lediglich Landstraße zu fahren, gelang wunderbar.

Unsere erste Etappe heute führte uns nach Ale Stena, dem schwedischen Stonehenge. Knappe zehn Gehminuten vom öffentlichen Parkplatz, auf einem Plateua an der Klippe sollen sie stehen. Der Fußweg führte über grüne Wiesen direkt an die Klippen. Irgendwie war dieser Ort eine Mischung aus dem Anfang von Psalm 23 und der Insel am Ende des Buches „Die Nadel“, von Ken Follet. Auf einer Art natürlichem Plateau standen sie dann, symmetrisch angeordnet. Der Ort hatte etwas mystisches, vor allem wenn man bedenkt, das diese Steine hier vor 1400 Jahren errichtet wurden und als Sonnenkalender funktionieren. Zu jeder Sonnensonnenwende geht die Sonne genau zwischen zwei bestimmten Steinen auf, bei der Wintersonnenwende geht sie zwischen den selben Steinen auf der gegenüberliegenden Seite unter.

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Mit dem Wohnmobil durch Südschweden (2019) – Tag 3 (S: Trelleborg)

Der Bergriff Wohnmobil hat sich durchgesetzt, offiziell sind es jedoch Reisemobile. Im Gegensatz zum Wohnwagen, die zum wohnen an einem Wort gedacht sind, sind Reisemobile zum Wohnen wären der Reise gedacht und wie bei jeder Reise muss man sich verabschieden. So begann unser Tag nach dem Frühstück, gleich mit einem Abschied. Einem Abschied von Familie Jöns, dem Bauernhof und seinen Tieren, aber auch von Sankt Peter-Ording selbst. Das schöne bei diesem Abschied: In knapp 12 Wochen sind wir schon wieder hier, dann aber wieder mit dem Auto/Zug und für volle 14 Tage.

Wir starteten Richtung Tönning und Husum, nach Dänemark. Bei 33 Grad und einem lauem Wind, führte uns unsere Route durch Dänemark nach Kopenhagen, wo wir auf die Öresundbrücke kamen. Ein unheimlich beeindruckendes Bauwerk. Besonders beeindruckend war aber, wie unser 20 qm großes Segel mit Reifen im Wind schwankte. Von der Meeresbrise nach links gedrückt, kippte es im Schatten der Brückentürme nach rechts, um direkt dahinter wieder nach links zu kippen. Eine Anfälligkeit derer ich mir bewusst war, die ich von normalen Autobahnbrücken kannte, die aber auf dem Meer noch um ein Vielfaches heftiger war.

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